Im März 1959 öffneten Fred und Alexandra Kassen den Deckel des Senftöpfchens, mitten in Köln, in der Pipinstraße. Es sollte ein kleines Theater der Aktualität sein, in dem die Ironie, die Satire, der Chanson und die scharfe Zeitkritik dazu gehören. Deshalb wurde das Theater "Senftöpfchen" getauft.
Zu der Zeit gab es in Köln nur sieben Theaterbühnen aber kein Kabarett. Es war ein mutiger Versuch … und das Publikum war begeistert. Präsentiert wurden Aufführungen vom klassischen literarisch-politischen Kabarett der Weimar Republik über die erotischen "Chansons extra-ordinaire" bis hin zu frechen Boulevard-Stücken. Der Senf schmeckte. Die Pionierarbeit von Familie Kassen und ihren jungen Künstlern hatte sich gelohnt.